Zum Inhalt
Fakultät Sozialwissenschaften

Dr. Katty Nöllenburg präsentiert Teile aus ihrer Dissertation auf der siebten Motra-Jahreskonferenz

Grafik mit rotem Farbverlauf und großer weißer Schrift „motra-k #26“. Daneben stehen die Begriffe „Extremismus“, „Radikalisierung“ und „Prävention“. Im unteren rechten Bereich ist schemenhaft eine Person vor einer unscharfen Hintergrundszene zu sehen. Das Design wirkt aufmerksamkeitsstark und thematisch ernst. © motra​/​bka
Dr. Katty Nöllenburg hat am 05. März auf der siebten Motra-Jahreskonferenz an der Hochschule Fresenius in Wiesbaden einen Vortrag über ihre Dissertation "Beten im Spannungsfeld der säkularen Schule: Eine empirische Untersuchung zur Gebetspraxis muslimischer Schüler*innen"gehalten.

Dr. Katty Nöllenburg hat im Panel Y (Prävention III Religiöse Praxis, Radikalisierungsprävention und pädagogische Handlungskontexte) das Thema ihrer Dissertation in einem Vortrag vorgestellt.

Hierumgeht es in dem Panel Y:

Wie lassen sich religiöse Praxis, pädagogische Arbeit und Präventionsansätze im Umgang mit Islamismus im Alltag von Bildungs- und Sozialräumen zusammenbringen? Dieses Panel beleuchtet unterschiedliche Perspektiven auf Islamismusprävention – von schulischen Aushandlungsprozessen rund um religiöse Praxis über empirisch erhobene Bedarfe pädagogischer Fachkräfte bis hin zu innovativen Ansätzen digitaler Streetwork. Die Beiträge zeigen, wie Prävention zwischen Schule, Sozialarbeit und digitalen Lebenswelten gestaltet werden kann und welche Herausforderungen sich dabei in der Praxis stellen.

Darum geht es in dem Vortag:

Katty Nöllenburg hat moscheesozialisierte Jugendliche mit Gebetswunsch zu ihren Denk- und Handlungsweisen beforscht, wenn die Gebetszeiten sich mit der Schulzeit überschneiden. Viele sind gehemmt und beten nie während der Schulzeit. Viele haben unterschiedliche Wege gefunden während der Schulzeit zu beten: von heimlich bis offen, allein oder in Gemeinschaft, innerhalb oder außerhalb des Schulgeländes. Alle erleben eine Differenzkonstruktion ausgehend von der christlich-säkularen Dominanzgesellschaft und das Gefühl, nicht gleichzeitig religiös und deutsch sein zu dürfen. Die entwickelte Typologie beruht auf Norbert Elias ,Etablierte und Außenseiter‘ (2020) und bietet interessante Diskussionspunkte für die Radikalisierungsprävention, Demokratiestärkung, Identitätsbildung.

Ziel der jährlich stattfindenden MOTRA-Konferenzen ist es, den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis zu befördern. Die motra-k versteht sich hierbei als offenes Forum, um Beiträge aus der Radikalisierungsforschung und -prävention vorzustellen, Ideen auszutauschen und Personen sowie Institutionen miteinander zu vernetzen. Nähere Informationen zum Programm und das Motra-Forum.