Bildungserfolgreiche Familien? Intergenerationelle und interdisziplinäre Perspektiven auf First Generation Students (BiFam)
Worum geht es in der Studie?
Im Projekt „Bildungserfolgreiche Familien? Intergenerationelle und interdisziplinäre Perspektiven auf First Generation Students“ (BiFam) befassen wir uns damit, wie sich familiäre Dynamiken und Studienentscheidungen – z. B. für bestimmte Fachrichtungen und Hochschultypen – gegenseitig beeinflussen. Dazu vergleichen wir auch verschiedene Hochschulformen und Studienfächer miteinander, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszufinden. Wenngleich der Schwerpunkt der Studie auf sogenannten First Generation Students liegt, interessieren wir uns auch für die Bildungsgeschichten von Personen, deren Eltern bereits ein Hochschulstudium absolviert haben.
Wir wollen anhand von Interviews mit Familien herausfinden, welche Geschichten und Erfahrungen rund ums Studium in den Familien gesammelt und ausgetauscht werden.
Was ist das Besondere an unserer Studie?
Die Erwartungen und Ratschläge von Eltern können ein wichtiger Faktor für die Studienentscheidungen ihrer Kinder sein, ohne sie aber notwendigerweise ‚vorherzubestimmen‘. Die Studienerfahrungen der Generationen ähneln sich in manchen Aspekten, unterscheiden sich aber in anderen erheblich. Während die meisten Studien Familienangehörige verschiedener Generationen getrennt befragen, möchten wir eine intergenerationale Perspektive auf bildungserfolgreiche Familien einnehmen.
Warum ist Ihre Teilnahme so wichtig für uns?
Ihre Erfahrungen zeigen, wie Familien den Übergang zur Hochschule und das Studium erleben und wie sich beides auf sie auswirkt. Dabei betrachten wir Studierende mit unterschiedlichen familiären Bildungshintergründen, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen. So entstehen Erkenntnisse, die helfen, Familien und Studierende auf diesem wichtigen Lebensweg besser zu begleiten.
Wer kann teilnehmen?
In unserer Forschung vertreten wir ein offenes Verständnis davon, was ‚Familie‘ im Einzelfall ausmacht. Für ein Familieninterview setzen wir lediglich zwei teilnehmende Personen voraus: Eine studierende Person in einer der unten genannten Fachrichtungen und eine elterliche Bezugsperson, die bereits ein Studium absolviert hat – egal, in welcher Fachrichtung. Weitere Familienmitglieder wie beispielsweise Geschwister oder Großeltern können sehr gerne zusätzlich teilnehmen und können zu einer Bereicherung unserer Erkenntnisse beitragen.
Wir suchen dafür Studierende in frühen (1. und 2. Fachsemester) und späten Studienabschnitten (ab dem 5. Fachsemester) in den folgenden Fachrichtungen:
- Soziale Arbeit
- Erziehungswissenschaft / Pädagogik
- Rechtswissenschaften / Jura
- Ingenieurswissenschaften
Wie läuft die Studie ab?
Wir führen Familieninterviews – an denen sowohl Studierende als auch mindestens ein Elternteil teilnehmen. Uns interessieren dabei Ihre Erfahrungen, die Sie als Familien in Ihren Bildungswegen gemacht haben. Eine Vorbereitung ist nicht nötig – uns interessiert, was Ihnen persönlich wichtig ist. Für Ihre Teilnahme erhalten Sie von uns eine Entschädigung in Höhe von 80 €.
Die Gespräche dauern voraussichtlich ein bis zwei Stunden und können an folgenden Orten stattfinden:
- In unseren Räumlichkeiten an der TU Dortmund
- Zuhause bei einem der beteiligten Familienmitglieder
- An einem ruhigen, neutralen Ort in Ihrer Nähe (z. B. in den Räumlichkeiten der Hochschule).
Die Interviews werden als Audiodateien aufgenommen und es werden Abschriften der Gespräche erstellt. Die Datenverarbeitung erfolgt nach den Vorgaben der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Sie erhalten vor dem Interview ausführliche Datenschutzinformationen und können in Ruhe entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich zur Verfügung. Wir als Projektteam analysieren die Originaltexte der Gespräche. Alle Angaben, die Sie in den Interviews machen, werden wir so verändern, dass keine Rückschlüsse mehr auf die beteiligten Personen möglich sind.



